Gartengemüse – was passt zusammen?

Wer Gemüse im eigenen Garten anbauen will, sollte einiges beachten. Es bringt viele Vorteile, wenn du weißt, welche Gemüsesorten nebeneinander gepflanzt werden können und welche nicht.

Sorten, die um Nährstoffe oder Platz für die Wurzeln konkurrieren, Schadinsekten anlocken oder mit dem Wasserbedarf des Beetnachbarn nicht klarkommen, können sich nicht in ihrer vollen Pracht entfalten.

Die Natur zeigt uns, wie es funktionieren kann: Pflanzen, die sich ergänzen, finden sich an einem Ort. Diese optimale Nachbarschaft sollte auch im Garten angestrebt werden. So können die Pflanzen bestens wachsen und gedeihen. Denn in Mischkultur haben es Krankheiten und Schädlinge schwer, sich anzusiedeln. In der Natur finden die passenden Pflanzen zueinander, im Garten ist dafür allerdings der Gärtner zuständig.

Innerhalb dieser Mischkultur entnehmen die Pflanzen unterschiedliche Mengen von Nährstoffen und Wasser dem Boden. Starkzehrer benötigen z. B. mehr Nahrung als Mittel- oder Schwachzehrer. Die Pflanzen nehmen aber nicht nur Nahrung aus dem Boden auf, sie geben über die Wurzeln verschiedene Stoffe ab.

In der Mischkultur ergänzen sich die Pflanzen nicht nur oberirdisch, auch unter der Erde im Wurzelwerk. So kommen sich die Pflanzen nicht ins Gehege oder bedrängen sich – schlanke Pflanzen wechseln sich mit buschigen ab. Zum Beispiel passt eine dünne Randbepflanzung mit Schnittsalat gut zu üppigen Kohlköpfen und Zwiebeln mit ihren flachen Wurzeln gut zu tiefwurzelnden Karotten.

In einer Mischkultur haben es Schädlinge und Krankheiten schwerer sich auszubreiten. Beim Anpflanzen solltest du aber schon beachten, dass keine Pflanzen nebeneinandergesetzt werden, die die gleichen Schädlinge anziehen. Am besten setzt du unterschiedliche Kräuter dazu, die dann die lästigen Schädlinge und auch Krankheiten fernhalten. Außerdem locken viele Kräuter Bienen und andere Blütenbestäuber während der Blüte an.

Wenn du Pflanzen der gleichen Familie anbaust, dann solltest du darauf achten, möglichst viel Abstand zu halten. Manche, wie z. B. Kreuz- und Doldenblütler oder Hülsenfrüchtler, vertragen sich gegenseitig überhaupt nicht, sie wachsen dann schlecht.

Einige Kombinationen, die gut zusammenpassen:

Tomate und Basilikum, da sie gleiche Standortansprüche haben, Basilikum kann Mehltau fernhalten

Borretsch im Gemüsebeet lockt bestäubende Insekten an, das unterstützt den Anbau von Gurken, Zucchini und Tomaten

Salatgurke und Dill vertragen sich als Nachbarn, der Dill vertreibt mit seinem Geruch lästige Schadinsekten

Bohnen und Bohnenkraut, das Bohnenkraut vertreibt schwarze Blattläuse

Erdbeeren und Knoblauch, der Knoblauch wirkt gegen Pflanzenkrankheiten und Pilzbefall

Zwiebeln und Möhren, sie haben die gleichen Ansprüche an Licht, Nährstoffe und Feuchtigkeit, die Zwiebel wirkt gegen Schädlinge bei Karottenpflanzen